Ton über DVI Teil 2 - 15m HDMI Kabel für 16 Euro geht nicht? Geht doch!
Wer meinen vorletzten Beitrag gelesen hat, sollte wissen worum es geht.
Für alle Neuankömmliche im Blog verweise ich aber gerne nochmal auf Teil 1 meiner Ton über DVI Reihe.
Was in der Zwischenzeit geschah:
Wie in Teil 1 schon angekündigt, beabsichtige ich den neuen Fernseher LG 42LF2500 über HDMI mit meinem Rechner zu verbinden. Der DVI-Ausgang der Grafikkarte soll dank ATI's Onboard-Soundchip und einem speziellen DVI-> HDMI Adapter das Videosignal samt Ton an den Fernseher streamen.
Alles was mir dazu noch fehlte sind ein "billiges" 15m HDMI-Kabel und der besagte Adapter. Der Adapter war so gesehen kein Thema, Google hier, Google da und schon landet man bei ebay, wo man das Teil inklusive Porto für 7 Euro hinterhergeschmissen bekommt.
Beim HDMI-Kabel sieht die ganze Sache aber schon ein wenig anders aus, denn die Preise dieser umstrittenen Kabel sind nicht nur gepfeffert sondern sogar versalzen.
Kabel-Spezialist Oehlbach verlangt für eines seiner Kabel nämlich gleich mal 500 Euro, also 2 Euro mehr als mein Fernseher gekostet hat.
Hier und da stolpert man dann über Foren, die der Meinung sind, dass billige Kabel für unter 30 Euro/Meter in den meisten Fällen völliger Schrott sind und in den wenigsten Fällen überhaupt ein Bild übertragen. Kommt dann wirklich mal ein Bild zustande spricht die Mehrheit dann von Pixelblitzen, einem Übertragungsfehler wegen mangelndem Schirmpotential des Kabels durch das einige Pixel auf dem LCD plötzlich anfangen farbig aufzublitzen.
Nichtsdestotrotz (ja, das wird so geschrieben!) habe ich keine 500 Euro oder mehr übrig. Aus diesem Grund wollte ich einen Testlauf starten.
Ich bestellte mir bei Ebay ein 15m HDMI-Kabel im 1.3 Standard und wollte wissen, was dabei herauskommt. Was ich dafür bezahlt habe ist fast schon lächerlich zu den vorher gesehenen Preisen, 16 Euro inklusive Porto war mir das ganze Wert.
Am gestrigen Tag, also Freitag den 8. Januar 2010,
<mir fällt grad wieder auf wie komisch sich 2010 tippen lässt, die zwei Nullen nach der 2 ließen sich irgendwie richtig gut auf der Tastatur reinhämmern>
hat der Lagerarbeiter von Toom dann endlich angerufen und mir die Ankunft der LCD's verkündet. Direkt nach der Arbeit bin ich also mit meiner Freundin hingefahren und hab das gefühlt 5m große Paket gekauft.
Zuhause angekommen haben wir angefangen alle Kabel zu entfernen, den alten Fernseher wegzuräumen, hier und da 2 Tonnen Staub abzuwischen und den neuen Fernseher aufzubauen.
Das HDMI-Kabel ist in der Zwischenzeit schon geliefert wurden, nur der Adapter fehlte noch. Da dieser aber am selben Tag abgeschickt wurde wie das Kabel, sollte spätestens heute damit gerechnet werden können.
Inzwischen stand dann auch der LCD startbereit auf dem Sideboard und wurde mit Freuden in Betrieb genommen.
Erster Eindruck: GEIL!
Klares Bild, starker Kontrast, saubere Verarbeitung und gute Bedienung. Das Steuerungsmenü von LG macht echt was her. Das Q.Menu, dass über eine seperate Taste auf der Fernbedienung aufgerufen werden kann, bietet alle nötigen Einstellungsmöglichkeiten für den schnelle gebrauch (Bildformat, Equalizer, SleepTimer,... ). Kein ewiges suchen in den Menüs, alles schön übersichtlich und intuitiv erreichbar.
Das Bild (oder eher gesagt das Panel) weist ab einem Neigungswinkel von über 60 Grad einen sehbar weißlich werdenden Hintergrund auf. Das ist aber nicht weiter Schlimm, da wir fast immer in der Geraden darauf schauen. Für den Fall, dass dem nicht so ist, lässt sich der LCD problemlos seitlich schwenken. Der Standfuß ist dank großer Auflagefläche und mit Schrauben verstärkter Befestigung recht stabil. Bei normaler Benutzung sollte hier nichts kippen.
Nachdem nun also ein erster Test gelaufen ist und mein Adapter heute morgen vom Postboten in einem kleinen, gepolsterten Umschlag geliefert wurde, fing ich an das HDMI-Kabel zu verlegen und alles mit einander zu verbinden.
Nunja was soll ich sagen, anschließen, auf Verbindung warten, läuft. Das Desktop-Standbild ist zwar nicht gestochen scharf, beim Spielen kann einem das aber reichlich egal sein, da das menschliche Auge solche Verschlierungen bei Bewegung einfach nicht erkennen kann.
Ansonsten sei dazu gesagt, dass der Grafikkartentreiber von ATI den Ton ohne weitere Aufforderung mit übertragen hat. Beim spielen macht der LCD dafür einen um so besseren Eindruck. Vorallem BurnoutParadise sieht dank HDR zum morden gut aus.
Alles in allem bin ich mit meiner "22 Euro HDMI-Kabel plus DVI-mit-Ton-Adapter"-Variante mehr als nur zufrieden.
Es ist demnach also bewiesen, dass auch billige HDMI-Kabel mit durchaus überzeugender Leistung aufwarten können und es nicht immer gleich ein trölfzigjarden Euro teures Spielzeug sein muss.
Was ich jetzt mache? BurnoutParadise zocken würde ich mal sagen ;-)
Auf dann
Steffen
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