01.9.2010

Ton über DVI Teil 2 - 15m HDMI Kabel für 16 Euro geht nicht? Geht doch!

Wer meinen vorletzten Beitrag gelesen hat, sollte wissen worum es geht.
Für alle Neuankömmliche im Blog verweise ich aber gerne nochmal auf Teil 1 meiner Ton über DVI Reihe.

Was in der Zwischenzeit geschah:
Wie in Teil 1 schon angekündigt, beabsichtige ich den neuen Fernseher LG 42LF2500 über HDMI mit meinem Rechner zu verbinden. Der DVI-Ausgang der Grafikkarte soll dank ATI's Onboard-Soundchip und einem speziellen DVI-> HDMI Adapter das Videosignal samt Ton an den Fernseher streamen.


Alles was mir dazu noch fehlte sind ein "billiges" 15m HDMI-Kabel und der besagte Adapter. Der Adapter war so gesehen kein Thema, Google hier, Google da und schon landet man bei ebay, wo man das Teil inklusive Porto für 7 Euro hinterhergeschmissen bekommt.

Beim HDMI-Kabel sieht die ganze Sache aber schon ein wenig anders aus, denn die Preise dieser umstrittenen Kabel sind nicht nur gepfeffert sondern sogar versalzen.

Kabel-Spezialist Oehlbach verlangt für eines seiner Kabel nämlich gleich mal 500 Euro, also 2 Euro mehr als mein Fernseher gekostet hat.
Hier und da stolpert man dann über Foren, die der Meinung sind, dass billige Kabel für unter 30 Euro/Meter in den meisten Fällen völliger Schrott sind und in den wenigsten Fällen überhaupt ein Bild übertragen. Kommt dann wirklich mal ein Bild zustande spricht die Mehrheit dann von Pixelblitzen, einem Übertragungsfehler wegen mangelndem Schirmpotential des Kabels durch das einige Pixel auf dem LCD plötzlich anfangen farbig aufzublitzen.

Nichtsdestotrotz (ja, das wird so geschrieben!) habe ich keine 500 Euro oder mehr übrig. Aus diesem Grund wollte ich einen Testlauf starten.
Ich bestellte mir bei Ebay ein 15m HDMI-Kabel im 1.3 Standard und wollte wissen, was dabei herauskommt. Was ich dafür bezahlt habe ist fast schon lächerlich zu den vorher gesehenen Preisen, 16 Euro inklusive Porto war mir das ganze Wert.

Am gestrigen Tag, also Freitag den 8. Januar 2010,
<mir fällt grad wieder auf wie komisch sich 2010 tippen lässt, die zwei Nullen nach der 2 ließen sich irgendwie richtig gut auf der Tastatur reinhämmern>
hat der Lagerarbeiter von Toom dann endlich angerufen und mir die Ankunft der LCD's verkündet. Direkt nach der Arbeit bin ich also mit meiner Freundin hingefahren und hab das gefühlt 5m große Paket gekauft.
Zuhause angekommen haben wir angefangen alle Kabel zu entfernen, den alten Fernseher wegzuräumen, hier und da 2 Tonnen Staub abzuwischen und den neuen Fernseher aufzubauen.

Das HDMI-Kabel ist in der Zwischenzeit schon geliefert wurden, nur der Adapter fehlte noch. Da dieser aber am selben Tag abgeschickt wurde wie das Kabel, sollte spätestens heute damit gerechnet werden können.

Inzwischen stand dann auch der LCD startbereit auf dem Sideboard und wurde mit Freuden in Betrieb genommen.
Erster Eindruck: GEIL!
Klares Bild, starker Kontrast, saubere Verarbeitung und gute Bedienung. Das Steuerungsmenü von LG macht echt was her. Das Q.Menu, dass über eine seperate Taste auf der Fernbedienung aufgerufen werden kann, bietet alle nötigen Einstellungsmöglichkeiten für den schnelle gebrauch (Bildformat, Equalizer, SleepTimer,... ). Kein ewiges suchen in den Menüs, alles schön übersichtlich und intuitiv erreichbar.

Das Bild (oder eher gesagt das Panel) weist ab einem Neigungswinkel von über 60 Grad einen sehbar weißlich werdenden Hintergrund auf. Das ist aber nicht weiter Schlimm, da wir fast immer in der Geraden darauf schauen. Für den Fall, dass dem nicht so ist, lässt sich der LCD problemlos seitlich schwenken. Der Standfuß ist dank großer Auflagefläche und mit Schrauben verstärkter Befestigung recht stabil. Bei normaler Benutzung sollte hier nichts kippen.

Nachdem nun also ein erster Test gelaufen ist und mein Adapter heute morgen vom Postboten in einem kleinen, gepolsterten Umschlag geliefert wurde, fing ich an das HDMI-Kabel zu verlegen und alles mit einander zu verbinden.

Nunja was soll ich sagen, anschließen, auf Verbindung warten, läuft. Das Desktop-Standbild ist zwar nicht gestochen scharf, beim Spielen kann einem das aber reichlich egal sein, da das menschliche Auge solche Verschlierungen bei Bewegung einfach nicht erkennen kann.
Ansonsten sei dazu gesagt, dass der Grafikkartentreiber von ATI den Ton ohne weitere Aufforderung mit übertragen hat. Beim spielen macht der LCD dafür einen um so besseren Eindruck. Vorallem BurnoutParadise sieht dank HDR zum morden gut aus.

Alles in allem bin ich mit meiner "22 Euro HDMI-Kabel plus DVI-mit-Ton-Adapter"-Variante mehr als nur zufrieden.
Es ist demnach also bewiesen, dass auch billige HDMI-Kabel mit durchaus überzeugender Leistung aufwarten können und es nicht immer gleich ein trölfzigjarden Euro teures Spielzeug sein muss.

Was ich jetzt mache? BurnoutParadise zocken würde ich mal sagen ;-)

Auf dann
Steffen

01.7.2010

Quadcopter mit Augmented Reality - Flugdrone für das iPhone oder den iPod touch!

Parrot AR.Drone nennt sie sich - klein, unauffällig und gut manövrierbar. So in etwas beschreibt der Hersteller Parrot seine neueste Entwicklung.
Ein ferngesteuerter Hubschrauber mit 4 seperaten Motoren (Quadcopter), einem Trägheitsmesssystem und eigens entwickelter PSP-Technologie („Parrot Smart Piloting“). Da man das Gerät aber irgendwie noch steuern muss, kommt als Fernbedienung ein handelsübliches iPhone oder ein iPod touch zum Einsatz.


Die eingebauten Lagesensoren des iPhones dienen dabei als Steuerknüppel, die WiFi-Verbindung sorgt für den nötigen Datenaustausch.
Für die Orientierung sorgt eine eingebaute Dronen-Kamera, die an der Front des Quadcopters befestigt ist. Sie scannt die derzeitige Position und streamt die Umgebung direkt an das iPhone.



Obwohl  allein diese Konstellation schon einen massiven Spaßfaktor bereit stellt, setzt Parrot noch einen drauf und stellt gleichzeitig eine Entwicklungsumgebung für Spiele zur Verfügung. Freie und angestellte Spiele-Entwickler brauchen sich dazu nur das SDK (Software Development Kit) herunterzuladen und können mit der Entwicklung beginnen.

Der Grundgedanke ist klar, während man in freier Umgebung mit der Drone herumfliegt, sollen auf dem Display des iPhone/iPod Gegner erscheinen, die bekämpft werden können oder vor denen man auch einfach nur flüchten soll.
Die Umsetzung ist dabei dem Entwickler selbst überlassen.

Zu welchem Preis die Drone noch in diesem Jahr erscheinen soll, ist noch nicht bekannt. Hier und da bilden sich aber schon Communities, die schon jetzt auf den Release warten. Der eine oder andere wird für dieses Gerät mit sicherheit keine Kosten scheuen, schließlich ist es eine super Idee und ein geiles Spielzeug um Leute zu erschrecken.


Wenn ich genug Geld hätte, würde ich mich meiner eigenen Überzeugung wahrscheinlich beugen und den von mir so energisch verhassten iPod touch doch kaufen, nur damit ich mit diesem schönen Quadcopter durch die Gegend brettern kann! Was für ein Glück, dass ich für sowas kein Geld habe ;-) Schließlich kaufe ich mir bald einen LCD-Fernseher für 500€.

Ja, der Fernseher ist immer noch nicht da! Ein Systemfehler beim Lieferanten sorgt für die verspätete Auslieferung. Mit viel Glück trifft der Fernseher aber morgen oder Samstg noch ein. Dann ist Testen angesagt! HDMI-Kabel ist schon angekommen, nur der spezielle DVI->HDMI Adapter fehlt noch.

Auf bald
Steffen
01.5.2010

Ton über DVI-D übertragen - Grundwissen

Bewusst habe ich einen Beitrag zum Jahreswechsel ausgelassen und melde mich dafür mit einem interessanten Thema zurück.
Für diejenigen, die Neujahrsgrüße für besonders wichtig halten, habe ich aber noch ein "Frohes Neues" parat, dass ich hiermit verteilt habe ;-)

Wie einige in meinen zahlreichen Tweets schon gelesen haben, stehe ich kurz vor dem Kauf eines neuen Fernsehers.
Oft habe ich mit mir, aber vorallem auch mit meiner Freundin gerungen dieses Vorhaben durchzusetzen.

Freundin: Aber wozu brauchen wir denn so ein riesen Teil, unser jetziger funktioniert doch auch!
Ich:
ô.Ò
Freundin:
Schau nicht so doof!
(Wie immer folgt der von richtigen Männern in zahlreichen Stunden eingeübter Satz)
Ich: Hasi, ein Fernseher kann niemals groß genug sein. Erst wenn er die Wand durchbricht, ist die Größe angemessen!

Am Sonntag trafen dann die wöchentlichen Prospekte in unserem Briefkasten ein.
Wie jeden Sonntag schaut man nach dem Essen mal so durch und sucht nach billiger(m) Nutella, von der(m) scheinbar niemals zu viel auf Vorrat gekauft werden kann und überprüft generell alle Angebote, die einem sparsamen Haushalt helfen, noch weiter zu sparen.

Dann auf einmal sagte meine Freundin "Schau mal, ein Fernseher". Meine Verwunderung stieg mir schnell zu Kopf und ich fragte warum ausgerechnet sie mich darauf aufmerksam macht, wo sie doch keinen neuen möchte. Dass es sich dabei nur um eine Spitze von Anspielungen eines nicht erreichbaren Ziels handelte, war mir indessen längst klar. Technikbegeistert wie ich also bin, schaute ich mir das Toom-Prospekt an und wurde halber vom Stuhl gewurfen als ich das Angebot sah.
42 Zoll FullHD LCD TV von LG mit 24p-Unterstützung, 2xHDMI, 2xScart, Komponenteneingang, DVB-T/C Tuner, .....

Das gesamte Paket für gerade mal 500 Euronen.

Von dem Angebot durchaus überzeugt schaute ich im Netz nach dem Onlinepreis. Dann kam schlussendlich der Punkt wo ich der Meinung war, das ich genau dieses Teil haben muss. Online ging dieser Fernseher für 570 Euro inkl. Porto raus. Das ist eine Ersparnis von 70 Euro gegenüber einem Onlineshop. Wo findet man sowas heutzutage schon noch?

Ich schaute meine Freundin an und meinte: Der da, das ist er, den will ich wenn das Bild gut ist.
Unerwartet erwiederte sie meinen Willen mit "Das ist echt ein gutes Angebot, warum nicht".

Geschockt von dieser Antwort fuhren wir Montag morgen zu Toom und schauten uns das gute Teil an. Das Bild ist gut, kann man nichts gegen sagen - wirklich jetzt! Cinematiker werden jetzt wieder sagen "Son Schrott, das taugt nix, viel zu wenig Anschlüsse!" .  Aber die muss er auch nicht haben wenn man ein begrenztes Budget hat. Mir reichen die Anschlüsse vollkommen.

Leider ist die Lieferung auf Grund der derzeitigen Wetterlage zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingetroffen, die Lieferung wird aber definitiv diese Woche noch kommen. Demnach habe ich mir einen dieser Exemplare reservieren lassen und bin auf Arbeit gefahren.

Meine weiteren Überlegungen zielten nun darauf ab, meinen PC über den DVI-Ausgang mit dem bald hier stehenden LCD TV zu verbinden.
Hierbei kommt natürlich die Frage auf, woher nimmt man dann den Ton?
Vorm Fernseher sitzen und den Ton von hinten rechts zu hören ist schließlich keine ausreichende Lösung.

Somit komme ich jetzt zum eigentlichen Thema dieses Beitrages:


Wie überträgt man Ton über DVI-Ausgang an einen HDMI-Eingang?

Damit ich dieses Thema erläutern kann sind einige Vorkenntnisse zum Thema HDMI und DVI von Nöten.
Da ich faul bin, verweise ich daher auf www.hifi-regler.de. Dort gibt es eine ausführliche Beschreibung der Zusammenhänge zwischen HDMI und DVI.
Grundlegend kann ich aber erwähnen, dass DVI und HDMI auf dem selben Protokoll aufbauen und daher 100% miteinander kompatibel sind.

Der einzige Unterschied ist, dass DVI ursprünglich für reines Video-Signal konzipiert wurde. Bei HDMI gibt es zwar keinen zusätzlichen physikalischen Kanal für den Ton, dafür wird er einfach in das Videosignal eingebettet. An dieser Stelle setzt auch mein Thema auf.

DVI ist zwar für reines Video-Signal gedacht, ein voll besetzter DVI-Stecker besitzt aber meist unbenutzte Pins. ATI hatte nun die Idee die vergeudete Datenleitung neu zu belegen um ein Audiosignal unter das Bild zu mixen. Nvidia hatte die selbe Idee, die Umsetzung wurde aber etwas anders angegangen.

ATI-Version
ATI begann damit einen eigenen Soundchip auf der Grafikkarte unterzubringen. Für das System sieht es also so aus, als ob nicht nur eine Grafikkarte sondern auch eine seperate Soundkarte eingebaut und installiert wurde.
Woher sollte die Grafikkarte aber erkennen, wann sie Sound über einen DVI-Anschluss übertragen soll und wann nicht?  Was liegt also näher als einen "gepatchten" Adapter zu konstruieren, der eine Rückgabe liefert, ob es sich um Ton und Video, sprich HDMI, handelt? Ist ein normales Kabel/ ein normaler Adapter angeschlossen, gibt es keinen Statuswert, es wird also nur ein Videosignal übertragen.
Diese Methode macht allerdings das Vorhandensein eines solchen Adapters zwingend notwendig.
ATI entschied sich also, diese Adapter der Produktverpackung beizulegen.
Einige Hersteller sparen aber bekanntlich gerne an technischen Spielereien und verkaufen Rechenpower in der reinsten Form.

Der Anwender ist, wenn er sich nicht mit den Verkaufsversionen Bulk, Retail und Co. auskennt, gezwungen, sich solch einen Adapter zu kaufen.

Nvidia-Version
Nvidia zog einige Zeit später mit einer anderen Variante hinterher.
Dabei blieb man sich der Philosophie "Grafikkarte ist für Grafik da" treu, sparte sich den Soundchip und verbaute stattdessen nur einen Mixer, der den Ton direkt von dem S/PDIF-Ausgang der Soundkarte bzw. des Onboardsoundchips "importiert" und mit dem dem Videosignal vermischt.
Damit wird aber gleichermaßen vorausgesetzt, dass der Computer über eine Soundkarte bzw einen Soundchip mit S/PDIF-Anschluss verfügt. Dies ist nicht bei allen Mainboards der Fall. Die Tonübertragung fällt hier bei manchen also flach.
Inwiefern man sich bei Nvidia um einen speziellen Adapter kümmern muss, habe ich derzeit noch nicht in Erfahrung bringen können.
Da ein Freund von mir aber noch ein DVI-->HDMI-Adapter von seiner GeForce 8800 GTS 512 hat, werde ich mir diesen zur Kompatibilitätsprüfung ausleihen und später ein Update schreiben.

So gesehen ist ATI's Variante aber für den Enduser einen Tick einfacher, da er sich nicht um einen passenden S/PDIF-Anschluss kümmern muss, falls dieser noch nicht vorhanden ist.

Damit wäre eine erste Einführung in das Thema "Ton über DVI" erledigt. Der zweite Teil wird folgen, sobald ich die ersten Tests durchgeführt habe.


Abschließend und passend zum Jahreswechsel habe ich aber noch eine Frage an euch da draußen.
Mir selbst ist das noch nie so richtig aufgefallen in den 3 Jahren, die ich nun schon in Würzburg wohne, aber ein "Guten Beschluss" war mir bis Ende des letzten Jahres nicht bekannt. Für mich hieß es ein Leben lang schon "Guten Rutsch" oder unter Freunden eben auch nur "Haust nei".

Daher meine Frage: Was wünscht man sich bei euch zum Jahreswechsel? Gibt es bei euch spezielle sprachliche Gepflogenheiten zum neuen Jahr?
Schreibt Comments, schreibt eine Email, mir ist es egal, interessieren würde es mich trotzdem!

Auf bald
Steffen

12.23.2009

Wenn rassistische Webcams die Welt erorbern

Soeben bin ich auf ein wunderbares Video gestoßen, bei dem es darum geht wie rassistisch die Webcam eines HP-Computers arbeitet.

Es handelt sich dabei um eine Webcam eines MediaSmart Computer der Marke HP, die von einer weißen Frau und einem schwarzen Mann getestet werden sollte. Bei genauerer Betrachtung stellten die beiden fest, dass die Gesichtserkennung irgendwie nicht funktioniert sobald der Mann im Bild ist. Kaum verschwindet er aus dem Kamerabereich, folgt die Webcam allen Bewegungen der Frau.



Das es sich hierbei natürlich nicht um pure Absicht handelt, sollte klar sein. Es ist ein Software-Problem, dass auf einem Algorithmus beruht, der die unterschiedlichen Kontrastintensitäten zwischen Augen, Nase und Wangen erkennt und darauf reagiert.
Bei falscher Beleuchtung kann es aber dazu kommen, das dunkelhäutige Mitbürger dieses Algorithmus "austricksen", was die Gesichtserkennung unterdrückt.

Bei HP selber nimmt man das Problem sehr ernst und will es beseitigen. Ein HP-Sprecher hat inzwischen in einem Blog Stellung bezogen und entschuldigt sich für die unannehmlichkeiten.

Nette Geschichte muss ich sagen.

12.21.2009

Testbericht - Creative GigaWorks T40 II 2.0 Soundsystem

In 3 Tagen ist Heiligabend und damit rückt der größte Konsumertag in der Geschichte der christlichen Gesellschaft immer näher.
Überall wird gekauft, geschenkt und gegessen. Dabei kennen sich rund drei viertel der Deutschen mit den Bräuchen zur Weihnachtszeit garnicht aus. Der Konsumrausch - oder im Endeffekt eher die Geschenke - stehen bei fast alles Mitbürgern im Vordergrund.

Grund genug um diesen Kreis des Schenkes zu durchbrechen.

Vor einiger Zeit habe ich mir ein neues 2.0 Soundsystem zugelegt und darüber berichtet.
Wie der/die eine oder andere gelesen hat, handelte es sich dabei um einen weiteren Exkurs in die Servicewelt.

Da ich also seit dieser Geschichte noch immer auf meinen alten schimmligen Boxen rumgelegen bin, war es nun endlich an der Zeit einen Schlussstrich zu ziehen.
Es mussten dringend neue Boxen her.
Ich entschied mich kurzerhand auf die damals getroffene zweite Wahl zurückzugreifen und ihr eine Chance zu geben. Dabei handelt es sich um 2 Boxen der Marke Creative, die auf den Namen GigaWorks T40 II getauft wurden.


Revision I ist bei den Kunden nicht sehr gut angekommen, der Klang war unausgeglichen und der Preis dafür viel zu hoch. Soviel besagten zumindest die Kundenrezensionen diverser Foren. Creativ entschied sich daher eine überarbeitete Version der T40 auf dem Markt zu schmeißen - Revision II, also GigaWorks T40 II, war geboren.


Wie immer machte ich zuvor einen Abstecher zu MediaMarkt um mich von der Qualität der Boxen nochmal überzeugen zu lassen. Im Gegensatz zu damals waren diese Boxen aber garnicht mehr im Sortiment verfügbar. Einzig und allein der kleine Bruder, der T20 II, waren noch auf Lager und konnten bestaunt werden. Da die T20 aber den gleichen Aufbau und die gleichen Bauteile besitzen wie die T40 II, konnte ich mir dennoch ein Bild machen, um nicht gänzlich auf den Mund zu fallen.

Das Ergebnis war ganz gut, ein wenig mehr Nachdruck beim Bass hätte ich zwar erwartet, jedoch verfügen die T20 aber auch nur über einen Tief-/Mitteltöner.

So schlecht konnten die T40 also nicht sein. Auf ein Neues also, auf nach Hause, Preisvergleich durchführen, kaufen! Ist schließlich kurz vor Weihnachten, da kann man sich schonmal selber für das harte Jahr belohen ;-)

Zuhause angekommen, stolperte ich schlagartig über ein Angebot zu dem ich einfach nicht nein sagen konnte. Amazon bot die 31 cm großen Riesen für 88 Euro inklusive Porto an. Das ist vom Gesamtpreis gesehen um knapp 7 Euro billiger also der günstigste Anbieter, bei dem die Versandgebühren noch draufgerechnet werden müssen. Dieses Angebot musste ich annehmen und bestellte sie gleich samt einem kostenlosen Probemonat Amazon Prime, den ich gleich im Anschluss wieder gekündigt habe. Amazon Prime ist zwar sehr nett aber lohnt sich für einen Schnäppchenjäger, der immer wo anders bestellt, einfach nicht.

Die um 21:00 Uhr aufgegebene Bestellung wurde noch am selben Abend bearbeitet und an DHL übergeben.

Keine 48 Stunden später kamen sie dann auch schon an und mussten natürlich prompt getestet werden.

Also auspacken, bestaunen, wundern dass das Netzteil gefühlt 20 kg wiegt, anschließen, hören, FREUEN!
Es war echt kaum zu glauben, die Boxen klingen einfach gut. Dem Bass wurde dank überarbeiteter Technik mehr nachdruck verliehen, die Höhen sind klar, die Mitten vielleicht ein wenig schwachbrüstig aber dennoch sehr zufriedenstellend.
Die Anschlussmöglichkeiten beschränken sich übrigens auf einen normalen Klinkenanschluss. Für Kopfhöhrer besitzen die Boxen auf der Frontseite einen Anschluss, um das Signal durchzuschleifen.

Für Ipods gibt es dazu noch eine seperat erhältliche DockingStation. Diese wird über einen extra Anschluss mit den Lautpsrechern verbunden. Die DockingStation bietet dabei den Vorteil, dass alle Audio-Signale über einen eingebauten X-Fi Chip neu transcodiert werden, bevor sie an die Boxen geschickt werden. Dadurch soll ein natürlicherer Klang geschaffen werden. Da ich aber ein überzeugter Nicht- Besitzer eines solchen Apfelpotts bin, kann mir diese Option ziemlich egal sein.

Die Regler an der Front dienen zudem der Einstellung von Lautstärke, Bass und Treble. Sie sind gut dosierbar und bieten eine gute, nicht überempfindliche Einstellungsmöglichkeit.
Einzig und allein der Treble-Regler neigt bei halber Drehung etwas dazu den Ton zu übersteuern.

Alles in allem ist das T40 II ein sehr gelungenes Soundsystem ohne viel Schnickschnack. Edles Design sowie hochwertige Materialien runden das Gesamtbild ab. Die Membranen der Mitteltöner sind übrigens nicht aus schaumstoff sondern aus gewebter Glasfaser. Klingt schonmal gut auch wenn ich keine Ahnung habe, was das für Vorteile mit sich bringen soll.

Alles in allem macht das GigaWorks T40 einen sehr soliden Eindruck.
In diesem Sinne kann ich das Soundsystem getrost weiterempfehlen. Für einen Preis von ca. 90 Euro, liegen sie zwar im obersten Preissegment für PC-Audio-Komponenten, liefern dafür aber auch ein ordentliches Ergebnis.

Wie immer ist bei diesem Testbericht darauf zu achten, dass es sich hier um den subjektiven Eindruck handelt. Die Geschmäcker sind verschieden und vorallem  für audiophile Menschen mag meine Ansicht der Dinge ein Graus sein.
Für Teufel hat das Geld aber nunmal nicht gereicht ;-)

Auf bald
Steffen